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(Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller)
Islam-Podium der Jungen SVP massiv gestört
Eine kontradiktorische Veranstaltung der Jungen SVP Luzern in Emmen unter dem Titel „Muslime in der Schweiz/Europa – wie weiter?“ musste nach Tumulten von islamischen Konvertiten abgebrochen werden.
Kurzfristig lud die Junge SVP Luzern zu einer kontradiktorischen Veranstaltung in Emmen ein. Dort sollte ursprünglich ein Seminar der Islamischen Jugend stattfinden. Diese konnte dann nicht durchgeführt werden, weil der islamische Eheberater Abu Jibril keine Einreisegenehmigung bekam und der Extremist Nicolas Blancho vom Islmischen Zentralrat (IZRS) keine Aufrittsgemenehmigung in Emmen bekam.
Als die JSVP im Zentrum Gersag nachfragte, ob der Saal bereits verbindlich reserviert sei, wurde diese Frage verneint. Daraufhin wurde kurzerhand eine kontradiktorische Veranstaltung auf die Beine gestellt. Schnell waren die SVP-Nationalräte Felix Müri und Lukas Reimann, sowie SP-Nationalrat Andy Tschümperlin und Valentina Smajli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam bereit, am Anlass der Volkspartei als Referenten teilzunehmen. Geplant waren jeweils 10-minütige Referate, gefolgt von einer 40-minütigen Diskussionsrunde der Referenten und anschliessender Fragerunde mit dem Publikum.
Tumultartige Zustände
JSVP-Präsident Anian Liebrand eröffnete den Anlass und begrüsste vor allem auch die muslimischen Zuschauer und hiess sie willkommen. Als erster Gastredner referierte Andy Tschümperlin. Der SP-Politiker schürte unbewusst den Ärger im Publikum, indem er den Islam als fremde, quasi ausländische Erscheinung darstellte und von Integration fremdländischer Werte sprach. Dabei entging ihm, dass viele, vielleicht sogar die meisten der Zuschauer, Konvertiten mit Schweizer Wurzeln waren. Wenigstens blieb noch ein Mitleidsapplaus für ihn übrig, bevor Felix Müri auf die Bühne trat. Kaum ergriff Müri zur Begrüssung das Wort, wurde er mit lauten Buhrufen unterbrochen. Entschlossen erst weiter zu machen, wenn Ruhe einkehrte, hörte der Emmer SVP-Nationalrat, wie die Zwischenrufe und Buhrufe immer lauter wurden, bis er sich schliesslich entschied, das Podium zu verlassen. Die Menge empfand dies als grossen Siegesmoment und jubelte lauthals. In diesen tumultartigen Zuständen verliessen Müri und SVP-Nationalrat Lukas Reimann, der ebenfalls als Referent geladen war, den Saal. Erschreckt von der Situation, vielen war die Angst ins Gesicht gemeisselt, verliess auch Andy Tschümperlin den Saal. Valentina Smajli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam ergriff kurz darauf das Wort, um die Situation zu schlichten. Sie wollte in ihrem Referat zwar aufzeigen, wie die SVP dem Islam schade, konnte die Masse mit diesem hilflosen Versuch jedoch nicht auf ihre Seite bringen. Die Buhrufe wurden sogar noch schlimmer und mehr und mehr neutrale Zuschauer begannen den Saal zu verlassen. Anian Liebrand blieb nichts anderes übrig, als die Veranstaltung abzubrechen.
Zumindest in einer Hinsicht haben die beiden Seiten eine Übereinkunft erkannt. Die aufgelegte JSVP-Petition „Kein Sexualunterricht für 4-Jährige“ wurde mit Freuden unterschrieben und einige Muslime haben sogar Bögen auf Vorrat mitgenommen...
Weitere Informationen hier.
3 Kommentare zum Artikel:
urs gfeller:
bei der qualität dieser redner ist der ausgang der diskussion vofprogrammiert.
es reicht eben nicht nur einer partei an zu gehören.
wie man sowas macht zeigt hans fehr u.a. fragt mal da nach.
mfg
Novalis:
Hier haben sich wieder der Totalitärismus des Islam selbst offenbart. Muslime gehören nicht in demokratische, europäische Staaten. Die dürften nie Zutritt zu einer kontradiktorischen Diskussion erhalten.
werner meier:
Als Schweizer komme ich mich wie ein Fremder in diesem Lande vor.
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