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Zitat des Tages
(Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller)
Schuldenschnitt für Griechenland und Portugal
Nach dem IfW-Schuldenbarometer, das sich an der langfristigen Tragfähigkeit der Staatsverschuldung orientiert, wird Griechenland es kaum schaffen, seine Staatsschulden in den Griff zu bekommen.
Die Schuldenkrise beunruhigt Europa. Aber wie schlimm steht es um die einzelnen Länder? Henning Klodt und David Bencek vom Kieler Institut für Weltwirtschaft haben zur Beantwortung der Frage einen Schuldenbarometer zusammengestellt.
Auch die vorgesehene Teilentschuldung durch den Forderungsverzicht privater Gläubiger kann daran nichts ändern. Selbst wenn die dazu abgegebenen Absichtserklärungen vollständig umgesetzt würden (was angesichts der Freiwilligkeit des Forderungsverzichts und der vagen Aussagen zu seiner konkreten Umsetzung mehr als fraglich erscheint) und wenn nicht nur die privaten, sondern auch die von öffentlichen Institutionen gehaltenen Schulden einem Haircut von 50% unterzogen würden, bliebe die Schuldenlast in Griechenland untragbar hoch.
Ähnlich kritisch wie in Griechenland ist nach unserem Schuldenbarometer die Situation in Portugal zu beurteilen. Auch für Irland ist die staatliche Schuldenlast extrem hoch, wobei dort allerdings die mittelfristigen Wachstumsperspektiven und das Potential zum Abbau der Schulden ausgesprochen positiv sind. Kritisch ist die Lage im hochverschuldeten Italien geworden. Vollständig im grünen Bereich liegen Spanien und Frankreich.
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