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Zitat des Tages
(Michael Klonowsky, Schriftsteller und Journalist )
Wikileaks - Fluch oder Segen?
Die auf Enthüllungen spezialisierte Internetplattform Wikileaks scheidet die Geister: Gegner ärgern sich über den politischen Schaden. Befürworter sehen in Wikileaks ein Instrument, das Transparenz und Wahrheit schafft. Haben Politik und Diplomatie kein Recht auf Vertraulichkeit? Ist die grenzenlose Transparenz wünschbar? Darüber diskutieren Christoph Romer und Claudio Zanetti mit Michael Gregr (Präsident Piratenpartei Zürich) und Lukas Reimann (Nationalrat SVP / SG).
3 Kommentare zum Artikel:
Gordian Hense:
Wikileaks ist eine konsequente Entwicklung, weil zwischen der publizierten Wahrheit und der tatsächlichen eine immer grössere Lücke klafft. Es war eine Frage der Zeit wann so etwas wie Wikileaks entstehen musste. Auf anderen Ebenen suchen sich die "freien" Menschen auch ihren "eigenen" Weg. Durch Kommunikation und Technik für Jedermann ist diese Bewegung nicht mehr aufzuhalten. Und noch einmal, das Internet kann nicht mehr zensiert werden - wer will wird immer einen Weg zu Informationen über das Internet finden. Dazu wurde es ja entwickelt. Ich befürchte eher, dass die Masse an wichtigen Informationen nicht interessiert ist, da es ja eine Auseinandersetzung damit bedeuten würde. Was ja anstrengt. Das ist die Chance für die "geschlossen Gesellschaft" wie ich die Führungsgesellschaft nenne, denn dazu zählen ja nicht nur Politiker. In Brüssel gibt es alleine ca. 4'000 Agenturen für Lobbyarbeit. Übrigens, wer es noch nicht bemerkt hat - in der Presse wird fast nur über Wikileaks geschrieben, aber nicht über die Inhalte die es veröffentlicht hat. Eine Schande für die "freie Presse", mit wenigen Ausnahmen.
cristiano safado:
Assange hat mit Wikileaks Tatsachen an die Oeffentlichkeit gebracht und damit Politikern weltweit das Fürchten beigebracht. Die Politik wird nun alles daran setzen so schnell wie möglich das Internet so zu regulieren, dass dem Volk die freie Meinungsäusserung auch auf dieser Plattform so beschnitten wird, damit sie keine Gefahr mehr für die classe poltique bedeutet (in den Medien macht das Newsnetz bei den Leserkommntaren). Das zeigen die eindeutigen Tendenzen weltweit (Wkileaks durch die USA; Regulierung der Medien in Ungarn; Vorstösse des Club Helvetique in der Schweiz; Regulierungsversuche des Internets durch FCC und mehrere Staaten). Die Internet-Communitie wird sich zwar dagegen wehren, doch wird es wohl für sie ein aussichtsloser Kampf sein.
Herbert Staub:
Vertraulichkeit! Ja, aber. Ich bin älterer Jahrgang und meine festzustellen, dass die Lüge in der Politik im grossen Stil Einzug gehalten hat, in den letzten Jahren. Nicht nur in der Schweiz.. Die Menschen werden an der Nase herumgeführt, ohne Skrupel. Und die Politiker glauben noch immer, sie seien dem gewöhnlichen Volk ein Schritt voraus. Die Medien gleichgeschaltet. Sehen sie doch was in der EU jetzt abläuft. Kein Weg führt in die Vernunft zurück, bis zum bitteren Ende. Die Menschen wollen keine Weltregierung. Nachdem- und schon vorher müsste und muss man sich wieder befreien von endlosen Vorschriften- und Bussen- und Aufsichten. Europa der Vielheiten wäre ein Europa, nicht der Gleichschaltung bis zur Glühbirne. Durch das Internet kommt jetzt so viel Aufklärung auf die Bildschirme, es mag ja auch Schaden anrichten, dennoch begrüsse ich heute diese Plattform. Die EU Minister lassen sich fast täglich vor oder nach dem Frass ablichten in Gruppe. Von solcher Arroganz haben wir einfachen Menschen einfach, mehr als genug. Die Politiker müssen erzogen werden vom Volk- und nicht umgekehrt. "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser".
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